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solo
Mai 9th, 2011 by admin

Wieder solo. Viel trinken. Laute Musik.

Sach domma wat zu Lena!
Mai 27th, 2010 by admin

Ich mag diesen homemade english accent. Ich probier jetzt schon seit ner halben Stunde rum, ich krieg dieses knubbelige rrr nicht hin. Klingt, als sei es irgendwo zwischen Holland und England aus dem Kanal entstiegen. Oder, als wyrde man mit einem 80 Grad heissen Kaugummi versuchen, Blasen zu machen. Ist mir auch egal, wie “echt” das klingt.

Gut, der Song ist etwas öde, die Frau nich grad ne Sex Bomb. Aber das zählt doch ohnehin nix.

Und selbst wenns nicht klappt: Die Deutschen servieren einen nie wirklich ab. In einer Kulturlandschaft, in der selbst M.Amado und D. Kyblböck wiederkehren, hat jeder ehemalige 15minyter alle kynstlerichen Entwicklungschancen. Auch, wenn der einzige der das je erkannt und genutzt hat, Jürgen von der Lippe ist.

Feifenpulver
Mai 27th, 2010 by admin

In alten Theaterklos mit pissgelben Kacheln, schwarzen Klodeckeln, Kettenspylung, Kippfenstern und schwarzweissgescheckten sieben an sieben Bodenkacheln findet sich am einhahnigen Kalthandwaschbecken oft ein länglichweisses Wandobjekt mit schwarzbestacheltem Horizontaldrehrad. Bei Benutzung fällt “Feifenpulver” hieraus.

Da ich die 30 schon längst am Horizont verschwinden sehe, freut es mich immer, etwas zu finden, was ich nicht mehr kenne, weil es zu weit vor meiner Zeit liegt. Punk gehört dazu. Nationalgefyhle. Escorial. CDU. Kinderschlagen. Zigarrenrauchen. “Fräulein” sagen.

Es gibt nicht mehr viel, fyr das ich zu jung war.  Nouvelle Cuisine. Dallas. Buddenbrooks. Rockstar in den 70ern werden. Rockstar in den 80ern werden. Platon und Nietzsche. Bald wird es Sachen geben, fyr die ich zu alt bin.

Ich wynsche mir manchmal, es wäre schon soweit. Zu alt fyr Discos. Hardcorekonzerte. Tatoos. Das ganze Wochenende durchsaufen. Ne “Junggesellen”-Bude *siff*. Mit Rucksack in Urlaub. Geldprobleme. Wixer hassen.

Das wärs:endlich aufhören, diese verdammten Wixer zu hassen. Diese verranzten Arschlöcher nicht mehr in meiner Oberlippe spüren. (HGP, OsJ, DBu, AdHit, JoM )

Bis es soweit ist, dass ich mich nur noch fyr die Temperatur meines Tee- und Badewassers interessiere, das dauert noch, obwohl ich diesem seligen Zustand der Weisheit schon entgegenfiebere.

Eins jedoch wird immer älter bleiben als ich.

Und das ist die Sytterlinschrift. Das ist Biologie, da kann man nichts machen.

Für mich steht da Feifenpulver.

Und wird da stehen fyr alle Zeiten: Feifenpulver.

Vertrauen ist der Anfang. Von?
Mai 27th, 2010 by admin

Wie hiess es doch in den Neunzigern: Vertrauen ist der Anfang von allem. Klingt weise. In einer Zeit, in der man sich fyr das Aufbauen eines kleinen Sparvermögens mehr Wissen anlesen muss, als es noch vor 50 Jahren fyr das Absolvieren eines ganzen Berufslebens gereicht hätte, versprechen asiatoide Kurzphrasen wie diese: Orientierung und ein Gefyhl von, die Zeit yberdauernder, Kernwahrheit.  Fyr die, die es nicht mehr mitbekommen haben: Dieser Ausspruch war ein Werbeslogan der Deutschen Bank. Viele haben das damals geglaubt.

Manche nicht: Wenn man diesen Leuten vertraut, die sich selbst als “Leistungsträger” bezeichneten, ist das höchstens der Anfang vom … Ende.

Da alles endet, ist das Ende alles, so vermutlich die Logik der Sprycheklopfer in den Agenturen.

Und ohne Schamesröte krakeelt mancher noch heute: Leistung muss sich wieder lohnen. Die einen erbringen die Leistung, fyr die anderen lohnt sich’s.

Ihr seid nicht die Wächter, sondern die Zerstörer.

Ihr tragt nicht Leistung, sondern Schlips.

Verstymmelungswahn
Mai 26th, 2010 by admin

Angesichts des derzeit kursierenden Remakes von NIGHTMARE ON ELM STREET,  fyhle ich mich berufen, einmal mehr auf die wahrhaft grausamen Verstymmelungsrituale hinzuweisen, die leider noch immer um uns herum Alltag sind und von vielen als Normalität hingenommen werden. Sicher, es mag zurzeit Wichtigeres geben, aber können, ja dyrfen wir einfach wegsehen, weghören?  Man muss das Grauen beim Namen nennen. Bitte stellen Sie sich folgende Filmszene vor: Ein paar kleine Mädchen spielen miteinander. Sie tanzen, hypfen und springen, wahrscheinlich in Zeitlupe. Sie singen ein Lied. Sagen wir, es geht so: ” Eins zwei, Freddy kommt vorbei” naja, VERBOGEN, sagen wir mal. “Drei, vier, verriegle Deine Tyr”, oder “er steht vor Deiner Tyr”. Ok. Kann man nehmen. Aber dann: “Fynf, Sechs, jetzt holt er die Hex” … - … — .–”&%( —… ääääh… mmm… öh, W-WAASSS? Er holt die Hex? Warum? Und Woher? Aus der Oper? Aus dem Ofen? Und geht es ihr gut? Ich meine, hat sie Hunger? Frisst sie noch gerne? Hat sie yberhaupt Bock auf diese Show? … nee, mal zwei Gänge zuryck: Im Original singen die Kinder “Five, Six, grab your Crucifix”. Verständlich. Das kann man nicht reimerhaltend ybersetzen. Versuchen Sie es ruhig. Es geht nicht. Abrrr: Warum tut man es dann? Den Reim in Englisch zu belassen und mit ungereimten Untertiteln zu versehen, hätte schon in den 80ern niemanden mehr wirklich gestört, 35 Jahre nach Kriegsende. Aber es gibt da diese Clique alter Männner, Nazis und Deutschtymeler, die jeden noch so eindrucksvollen Satz umdeutscheln myssen. Und reimt es sich im Original, dann muss es sich auch im Deutschen reimen. Egal, ob Freddy (Quelle: das Original), Donald, Marilyn, Humphrey, Disney oder John, alle wurden sie gnadenlos eingedeutscht. Was wäre falsch gewesen an:” Fynf, sechs, nimm Dein Kruzifix”? Es wäre ein UNSAUBERER Reim gewesen. UNREIN. Undeutsch. Und - nicht nur darum - besser.

Die Urheber der meisten Filme, die wir sehen - anglophone Nordamerikaner - reagieren auf die Information, dass wir ihre Filme vor dem Konsum “synchronisieren” (sie sagen ybrigens “dubbing” dazu) meist mit ungläubiger Neugier. Und sollte jemand sagen: ok, wir hören auf damit, wyrde ich mit neugierigem Unglauben reagieren.

Aber jetzt ma Butter: Ich hab ne echte Preisfrage: Wie heisst der Mann, dessen Wiedergänger in der deutschen Ybersetzng zu seinem eigenen Bruder wurde? Und wie heisst der Bruder? Und wie der Film (im Original und in deutsch)?

Der erste mit der richtigen Antwort wird von mir zum nächsten Tarantino, Rodriguez, Shyamalan oder Woody Allen ins Kino eingeladen.

Politische Spinnereien I
Mai 4th, 2010 by admin

Wieder mal ne Wahl. Wer sich ein bisschen schlau macht, sieht, worauf es wieder rausläuft: Unsere Staatsform ist längst nicht mehr die Demokratie. Glattgeschmierte, austauschbare Hackfressen haben längst etwas geschaffen, dass ich jetzt mal Mesokratie nennen möchte. Die Herrschaft des Durchschnitts. Eine ewige Pattsituation, ausgelöst von dem (deutschen?) Hang zur Mitte und zum Milden. Problem: So passiert nichts mehr.

Muss es das denn? Wenn ja - was? …  Die Meisten wissen hier nur noch die letzte Fernsehsendung zu zitieren.

Leider hab ich meine Glotze schon vor zig Jahren rausgeschmissen und muss darum selber denken… Wenn keiner der Gewählten mehr etwas entscheiden will, dann muss halt das Volk (”Demo” in Demokratie steht doch fyr “Volk”, oder…?) entscheiden. Dann können die völlig yberbewerteten Verwaltungsbeamten in Berlin, Dysseldorf, Washington und Peking das tun, was Beamte halt am liebsten tun: Mit ihrem Arsch am Stuhl kleben. Die Entscheidungen treffen dann wir. Statt Personen und Parteien wählen wir dann Thesen.

“Thesokratie”.

Liegt komisch auf der Zunge, aber das tut manch guter Wein auch am Anfang.

Sockenphobie
Apr 1st, 2010 by admin

Sockenphobie

Nachdem ich nun seit sehr langer Zeit damit herum renne und es weder bei Menschen, die ich im echten Leben getroffen habe, noch im Netz ähnliche Fälle gibt, freue ich mich, hiermit dieses Thema zu meinem zu machen.

Ich werde in der nächsten Zeit immer wieder kurze Texte daryber schreiben, was das ist und wie es ist. Man wird darin viel yber mich erfahren, daryber warum ich “y” statt “ü” schreibe (obwohl es, wie Du siehst, geht), yber meine persönlichen Selbst-Analyseversuche (klassisch vs. pathognostisch), warum ich nur rote Socken trage und wie die Perfektionierung von etwas dessen Zweck negieren kann.

Davon, dass Christopher Reeve als  Superman in meinem Kinderzimmer hing, neben der Festung der Einsamkeit und dass, wenn ich doch noch mal Blagen in die Welt setzen, und eins davon Christopher heissen sollte, das keine Egomanie ist, sondern alles, was ich Kindern beibringen will (siehe 68th Academy Awards Show (google: Christopher Reeve Oscar).

Wird aber auch hier und da lustig. Was macht man als Sockenphobiker in der Stemmbude? Beim Sex? Bei Hippies oder Tyrken in der Wohnung? Wie sag ichs meiner Freundin? Woher kriegt man als (heterosexueller) Mann rote Socken in Grösse 45? Wie nennt man Pippi Lang…? Was macht man als Mikrofonsprecher, wenn man ein ganz bestimmtes Wort nicht aussprechen kann? Welches Wort mag das sein und wie oft kommt es eigentlich vor? Was sind “Stockings”, “Nylons”, “Fysslige”?

Fragen sind willkommen!

Ich hab kein Konzept oder so. Komm einfach wieder und kuck!

Schreib doch mal was Positives. Immer das Gemecker.
Mär 17th, 2010 by admin

Ok, mach ich.

ööhm.

Hmm.

Ich hab noch n paar Kekse im Kyhlschrank. Die coolen American Style Cookies von Aldi. Die sind geil. Höö.

Jaaaaaa…

Tja, hehehe…

Aaah, ich hab meine Bude aufgeräumt. Man kann jetzt verletzungsfrei hin und her gehen, ohne riskante Kletter- und Ausweichmanöver.

yep, das ist gut.

toll, gefällt mir…

Scheint, ich bin ein unverbesserlicher Misanthrop, Schwarzseher (nicht in DEM Sinn, GEZ!) und Egomane. Stimmt aber eigentlich gar nicht.

Komisch.

Knyppel aus dem Sack
Feb 18th, 2010 by admin

Jaaaaaaaaaaa! Nun ist die Ente…ääääh…die Katze aus dem blöden Sack. Fast wäre ich auch noch liberal geworden, so nett und staatsmännisch kam er daher, der Guido. Und jetzt?
Immerhin: sogar der “Traumpartner” distanziert sich, die Unionschefin lobt bereits wieder öffentlich die Arbeit der vergangenen grossen Koalition. Sex mit dem Ex. Das Signal ist klar: “Wenn Ihr Euch nicht zusammen reisst,… ”
Vielleicht geht ja jetzt alles doch ganz schnell. Vielleicht wird das die kyrzeste Koalition der BRD, und im Juni, nach einer verheerenden NRW-Wahl ist alles wieder wie am gestrigen Aschermittwoch: vorbei!

Die Tigerente und der Gummibär
Sep 27th, 2009 by admin

Oh, wie niedlich. Ausgerechnet die Tigerente, jenes Identifikationsobjekt sozialpädagogisch ganztagsbesockter Heranwachsender, das stets von schrullig - schluffigen Tagträumern durch Janosch - Geschichten gezogen wird, muss als Gallionsfigur für die kommende Koalition herhalten. Was wohl der Janosch dazu sagt?

Die “Byrgerlichen” erinnern damit an die 80er, als sich die JU kurzerhand den Slogan “Black is Beautiful” von der “Black Power” Bewegung auslieh, ein Akt moralfreier Aneignung, der die syffisante Selbstherrlichkeit, den charakterlosen Zynismus wiederspiegelt, die die gesamte Ära Kohl durchdrang. Jeder denkende Mensch yber 30 erinnert sich. Manchmal sass man nur noch da und nagte an der Unterlippe, wenn der Saumagen vertilgende Riesengummibär wieder mit Sand nach den andern Kindern warf und mit der Schippe in der Hand zeigte, wer der Chef im Sandkasten ist. Ein bisschen von dieser kalten Arroganz war am Wahlabend schon wieder zu spyren. Wartets nur ab!

Indes: Ich kann meiner Freude yber diesen Wechsel kaum Einhalt gebieten. Haben wir nicht gejammert yber die Verflachung politischen Bewusstseins? Yber Spassgesellschaft, Gleichgyltigkeit, Politikverdrossenheit. Und yber schlechte Comedy statt guter politischer Satire? Na, damit ist es jetzt vorbei. Ich höre die Altmeister schon die Messer wetzen und freue mich auf eine Repolitisierung des kabarettistischen Nachwuchses. Jetzt gibts statt flacher Normalverarsche wieder richtig fies auffe Fresse. Denn so was werden wir brauchen. Verlasst Euch drauf! Viel Spass mit Schwarz-Gelb!

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